EINFAMILIENHAUS

KÖLN-JUNKERSDORF 2013-2015

Das Stadtwaldviertel in Köln-Junkersdorf entspricht der einstigen ‚Belgischen Siedlung’, in der von 1946 bis 1996 die belgischen Streitkräfte untergebracht waren. Am Ende des Rotbuchenwegs, einer Siedlungsstraße der frühen 50er Jahre, steht das über zwei Parzellen neu gebaute Reihenendhaus mit circa 450 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen. Ein unscheinbares Haus, abstrakt modern, ohne Schmuck, das sich durch minimalistische, reduzierte Details, hochwertigste Materialien und übergroße Fensterformate auszeichnet. Das Hauptvolumen des Baukörpers steht auf einem Holzsockel aus kanadischer roter Zeder. Dieses Holz findet sich im Esszimmer als Deckenverkleidung wieder und verbindet über die Materialität das Innen und Außen zu einem fließenden Gesamtraum. Über großzügige Schiebeelemente kann der Innenraum zum Garten frei gestellt werden, wodurch der verbindende Raumcharakter unterstrichen wird. Das Gebäude ist terrassenartig aufgebaut und wird in der Gartengestaltung ebenso fortgeführt.
Das kanadische Zedernholz umschließt das Sockelgeschoss bandartig. Die Fassade des Hauptbaukörpers ist in weiß gestrichenem Feinputz ausgeführt, unterschiedliche Putzkörnungen unterstreichen die klare Gliederung der Fassade auf subtile Weise. Nach dem Prinzip eines Kleeblattes ordnen sich alle Wohnräume um einen Gebäudekern. Die massiven Kernwände tragen die Etagentreppe aus einzeln aufgehängten Treppenstufen. Am Gebäudekern öffnet sich das Erdgeschoss über der Achse des Eingangs nach oben bis unter das Dach, lässt Tageslicht ins Innere und schafft hier eine besondere Großzügigkeit.