Stadthaus Ursulinenkloster

Köln Altstadt Nord 2004-2005

Das Ursulaviertel der Kölner Altstadt wird von der bedeutenden Kirche St. Ursula und einigen vom Krieg verschonten Bauten geprägt. Im Übrigen dominieren Bauten der 50er Jahre den Ort. Entstehen sollte in der Baulücke ein moderner Baukörper, der die unterschiedlichen, zum Teil gegensätzlichen Einflüsse interpretiert und in eine Synthese transformiert, die einen präzisen Umgang mit dem Genius Loci schafft. Der nunmehr präsente vertikale Putzkörper mit seinem aufgesetzten Steildach ist eine Reverenz an das Kölner Altstadthaus. Vier Wohnungen wurden in dem Haus realisiert. Ein Atrium bildet das Zentrum der Erdgeschosswohnung. Deren Wohnraum wird durch das vorhandene ehemalige Werkstattgebäude im Hof erweitert. Durch das Herausschneiden von Teilen der Untergeschossdecke wird ein mittelalterlicher Gewölbekeller freigelegt und für die Wohnung genutzt. Das Atrium ist über eine Treppe mit einem privaten Dachgarten auf dem Hofgebäude verbunden. Das Raumkontinuum ermöglicht Wohnen auf unterschiedlichen Ebenen und einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. Nach dem Prinzip der Maisonette ist die oberste Wohnung über drei Ebenen organisiert. Die erste Ebene basiert auf dem Prinzip der darunter liegenden Wohnungen. Für das Dachgeschoss ist ein großzügiges Studio geplant. Von hier gelangt man auf die raffiniert in das Steildach integrierte Dachterrasse, die den Blick über die Altstadt mit dem Dom freigibt.