Südeck - Wohnen am Gottesweg

Köln-Zollstock 2016 - 2018

Das Bauvorhaben Süd-Eck ist ein Teil des ehemaligen Güterbahnhofes Köln-Zollstock, gelegen am Gottesweg. Durch die Aufgabe dieser Bahnflächen wurde eine städtebauliche Reurbanisierungsmaßnahme möglich, die einen Baustoffhandel, Seniorenwohnungen vom Arbeitersamariterbund, eine Kindertagesstätte, ein Studentenwohnheim und vier Wohnhäuser der Kölner Süd-Eck GmbH beinhaltet.

Diese Wohnbebauung orientiert sich an der städtebaulichen Struktur der nachbarschaftlichen Wohnhöfen. Gebildet werden die Wohnhöfe durch U-förmige, fünfgeschossige Gebäudekonfigurationen, die sich gegenüber der verbleibenden Bahnanlagen schließen. Die Orientierung der Gebäude schafft eine klare bauliche Grenze entlang dem offen Raum der Bahntrassen. Zu der bestehenden Wohnbebauung im Osten und dem noch zu errichtenden Studentenwohnheimes im Süden wird mit der Landschaftsplanung eine räumliche Verzahnung erreicht.

Das gesamte Plangebiet verjüngt sich von Nord nach Süd von einer Breite von 200 Meter auf 15 Meter. Die Wohngebäude leiten diesen Übergang durch ein ständiges Rückstaffeln der Westfassade ein, die einen perspektivisch Gliederung des Straßenraumes erzeugt. Den erheblichen Lärmimmissionen der Bahnanlagen wird durch die bereits erwähnte Orientierung der Gebäude Rechnung getragen. Es entstehen ruhige Wohnhöfe, welche gemeinschaftliche Freiflächen und kleine individual Gärten beinhalten. Vor den Wohnräumen wurde an den Lärm zugewandten Fassaden Schallschutz-Loggien und Schallschutz-Erker eingeplant. Diese dienen der Reduktion des Schalls sowohl für die Belüftung der Wohnungen, als auch für die Schaffung von qualitätsvollen Außenbereichen. Die seriellen Fassadenstrukturen der Großformatigen Loggienverglasungen spiegeln die industrielle Geschichte des Ortes wieder. Der spielerischer Rhythmus dieser Elemente bricht mit der Strenge des Seriellen und weist auf die Nutzung als Wohnhäuser hin.